Alle Jahre wieder… kreatives Schreiben zur Weihnachtszeit

Tannenbaum im Schnee

Alle Jahre wieder… kreatives Schreiben zur Weihnachtszeit

10 Tipps, wie Sie aus der Last, Weihnachtskarten schreiben zu müssen, Spaß und Lust am kreativen Schreiben entwickeln

Und plötzlich ist es wieder so weit: Weihnachten steht vor der Tür. Zahlreiche zusätzliche Besorgungen müssen bis zum Fest erledigt werden. Eine davon ist es, treuen Geschäftspartnern, guten Freunden und lieben Verwandten eine Weihnachtskarte zu schreiben. Doch auf die Auswahl des Motivs folgt oft große Ratlosigkeit: Was soll ich schreiben?! Denselben Text vom letzten Jahr nochmal zu verwenden – wie peinlich – geht gar nicht. Irgendwo abschreiben auch nicht – wenn das jemand merkt – noch peinlicher. Unser Text soll ja etwas ganz persönliches sein, emotional berühren und herausstechen aus allen anderen. Halt etwas Kreatives.

Was heißt kreativ

Kreativität ist die Diva unter den Begabungen. Wenn auch latent vorhanden, führt sie oft ein Dasein im Verborgenen. Denn sie will gut behandelt werden sonst zieht sie sich schnell beleidigt zurück. In der Psychologie wird allgemein anerkannt, dass jeder Mensch, unabhängig von seinem IQ, Kreativität in sich trägt. Als Kinder waren wir alle erfinderisch, entdeckten unsere Umwelt im Spiel, produzierten tolle Ideen am laufenden Band und setzten sie auch gleich um. Mit dem Erwachsenwerden verloren wir allmählich die Fähigkeit zu schöpferischem Handeln. Erziehung, Schule und Arbeitsplatz verlangen von uns Verhaltensweisen, die unser kreatives Potential oft hemmen oder gar ganz blockieren. Aber es steckt noch in uns. Wir müssen es nur wieder hervorlocken, es ermutigen und stärken.

10 Tipps, wie Kreativität entsteht und Sie doch noch einzigartige Weihnachtskarten schreiben.

1. Gute Ideen fallen nicht vom Himmel

Nicht nur die alten Griechen sahen im kreativen Prozess etwas Göttliches. Auch heute noch ist der Irrglaube verbreitet, man müsse von der Muse geküsst sein und schon hat man eine tolle Idee, praktisch aus dem Nichts. Aber so ist es nicht. Niemand wacht eines morgens auf und hat eine bahnbrechende Idee, ohne sich jemals zuvor mit der Thematik beschäftigt zu haben. Im Umkehrschluss kann man kreative Prozesse fördern und gute Ideen bewusst generieren.

2. Denken Sie positiv

Sich einzureden, man sei zu alt, nicht kreativ und es fiele einem sowieso nichts ein wird schnell zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Mit dieser Einstellung schreiben Sie sich nicht in die Herzen Ihrer Weihnachtskartenleser. Denken Sie lieber positiv. Vertrauen Sie in sich selbst und Ihre Fähigkeiten. Sie haben schon ganz andere Dinge geschafft und werden doch so einen kleinen Text zur Freude Ihrer Mitmenschen zustande bringen.

3. Setzten Sie sich nicht selbst unter Druck

Druck und Stress sind die natürlichen Feinde der Kreativität. Chefs, Lehrer oder Eltern, die ihre Mitarbeiter, Schüler oder Kinder mit Drohungen und Repressalien zur Leistung antreiben, werden nicht auf schöpferisch wertvolle Ergebnisse hoffen dürfen. Druck und Stress blockieren das assoziative Denken, der Geist beschäftigt sich nur noch damit, wie er der unangenehmen Situation schnellstmöglich entfliehen kann. Darum Achtung: Dies muss nicht die beste Weihnachtskarte aller Zeiten werden. Die Minimalanforderung ist ein 08/15 Text. Den kriegen Sie hin. Alles, was besser ist, ist ein Gewinn.

4. Definieren Sie genau die Aufgabenstellung

Nehmen Sie sich die Zeit und ergründen Sie genau, was sie wollen. Welche Zielgruppen sollen Karten erhalten, wie wollen Sie sie ansprechen, was wollen Sie damit erreichen und welche Botschaft soll übermittelt werden. Schreiben Sie Ihre Ergebnisse auf. Vielleicht brauchen Sie sogar zwei Texte? Einen für Geschäftspartner, einen für Familie/Freunde? Die Definition der Aufgabenstellung ist der Grundstein für den kreativen Prozess.

5. Beschäftigen Sie sich mit dem Thema

Gehen Sie schwanger mit dem Gedanken an Ihre Weihnachtskarte und saugen Sie alle Eindrücke und Informationen rund um das Thema wie ein Schwamm in sich auf. Sehen Sie sich andere Karten an, lesen Sie dazu passende Sprüche und Zitate, sammeln Sie Eindrücke auf dem Weihnachtsmarkt. Was bedeutet Weihnachten für Sie?

6. Verlassen Sie alte Trampelpfade

Seien sie offen für neue Ideen. Muss Weihnachten immer Rotgrüngold sein? Kann es nicht auch mal in anderen Farben daherkommen? Es gibt so viele Möglichkeiten, sich dem Thema zu nähern. Legen Sie sich nicht auf eine Art fest. Ihr Text könnte traditionell-festlich daherkommen oder locker-vertraut, sie können moderne Jugendsprache verwenden oder sich beobachtend-distanziert äußern. Vielleicht gibt die Fachsprache Ihrer Branche (für Geschäftspartner) oder Ihres Hobbies (Sportsfreunde) etwas Passendes her.

7. Lassen Sie Ihr Unterbewusstsein arbeiten

Gut gemacht. Wenn Sie bis hierhergekommen sind, wissen Sie genau, was Sie wollen und haben die Basis für einen kreativen Quantensprung gelegt. Jetzt ist es an der Zeit, die Weihnachtskarten zu vergessen. Überlassen sie den nächsten Schritt Ihrem Unterbewusstsein und wenden Sie sich anderen Dingen zu. Bis zu den Feiertagen gibt es schließlich noch vieles mehr zu erledigen.

8. Gönnen Sie sich eine Auszeit

Jetzt ist es an der Zeit, Ihrer Kreativität die Gelegenheit zu geben, sich bei Ihnen zu melden. Suchen sie Entspannung bei etwas, wo sie allein sind und ihren Gedanken freien Lauf lassen können. Je nach Vorliebe gehen Sie spazieren, in die Sauna oder genießen Sie ein Bad. Manche entspannen auch bei einfachen Hausarbeiten wie bügeln oder abwaschen. Egal, wofür Sie sich entscheiden, genießen Sie es und lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf. Mit etwas Glück macht es plötzlich BÄM! und die Erleuchtung ist da.

9. Idee überprüfen

Toll! Die Idee ist da! Doch Sie sind noch nicht ganz fertig. Nun gilt es, Ihre Idee auf Herz und Nieren zu überprüfen. Beleuchten Sie sie kritisch von allen Seiten und sprechen Sie mit anderen Menschen über ihre Brauchbarkeit. Oft ist es so, dass die Idee schon mal gut ist, aber noch verbessert werden kann. Legen Sie Wert auf die Meinung anderer und lassen Sie sich inspirieren bis Ihre Idee herangereift ist.

10.Weihnachtskarten schreiben

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es geschafft. Ihre Idee muss nur noch umgesetzt, dass heißt in diesem Beispiel die Weihnachtskarte geschrieben und verschickt werden. Sie können stolz auf Ihre Leistung sein. Freuen Sie sich auf Lob über Ihren gelungenen Kartentext.

 

Ich wünsche Ihnen Frohe Weihnachten!

Cristine Keidel

Webdesignerin, Texterin und Orchideenfreundin. Mutter von zwei Kindern. Außerdem mag ich Tiere, Natur und Sport.

1 comment so far

A WordPress CommenterPosted on11:11 pm - Nov 28, 2017

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